Der Beginn des Schlusssatzes der ersten Symphonie Beethovens

Einführung in die Musik

Der Abend soll wirklich mal bei Adam und Eva anfangen, musikalisch gesehen. Was sind überhaupt Töne und warum gibt es so wenige davon? Eigentlich kann man doch an die Tausend Frequenzen unterscheiden! Auf dem Klavier sind gerade mal 88 Tasten und damit kommen auch alle anderen Instumente aus. Ein großer sängerischer Stimmumfang von zwei Oktaven umfasst lediglich 25 Töne; es gibt berühmte Melodien, die nicht mehr als fünf Töne brauchen.
Und dann die Sache mit den Tonleitern. 7 Stufen. Warum nicht 6 oder 9? Warum gerade die heilige oder Glückszahl 7? Und noch kein Ende mit den heiligen Zahlen der Vollkommenheit: Nach 12 Tönen kommt man wieder da an, wo man angefangen hat. Warum nicht nach 11 oder 13? Ein Rest von Wunder bleibt an der Sache haften. Nicht umsonst sagt man von der Musik, dass sie an die Ewigkeit rührt.
Damit es nicht bei der Philosophie oder der Mathematik bleibt, soll natürlich auch Musik gehört werden: Beethovens erste Symphonie ist zu einem solchen Thema wie geschaffen: Der Schlusssatz beispielsweise baut die Sieben-Töne-Tonleiter mit tastender Behutsamkeit auf, um dann ein Feuerwerk an spiritueller Lebendigkeit darauf abzubrennen.

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